TARDOC-Fehler in der Arztpraxis: Häufige Abrechnungsfehler und wie Sie diese vermeiden



TARDOC und ambulante Pauschalen: Die häufigsten Fehler



Mit TARDOC ändern sich Regeln, Positionen, Voraussetzungen und Dokumentationsanforderungen. Genau dort entstehen im Praxisalltag viele Fehler, die oft erst sichtbar werden, wenn Rückweisungen zunehmen oder Zahlungen ausbleiben. Einen Überblick dazu, welche Herausforderungen TARDOC 2026 in Arztpraxen auslöst, finden Sie in unserem weiterführenden Beitrag.

Wer diese Fehlerquellen früh erkennt, kann Rückweisungen reduzieren und finanzielle Verluste vermeiden. Eine saubere Abrechnung und strukturierte Abläufe sind deshalb für viele Arztpraxen zentral.

Veränderungen gegenüber TARMED


Im Vergleich zu TARMED können einzelne Leistungen wegfallen, ersetzt oder neu aufgebaut sein. Die bisherige technische Leistung (TL) wird neu als Infrastruktur- und Personalleistung (IPL) bezeichnet. Auch Zeitangaben und weitere Leistungsbestandteile können sich ändern.


Risiko bei Mengen und Positionskombinationen


Bereits kleine Fehler bei Mengen, Zeitangaben oder unzulässigen Positionskombinationen führen in der Praxis häufig zu Rückweisungen und zusätzlichem Korrekturaufwand. Ebenfalls wichtig ist, genau zu prüfen, ob eine Einzelleistungsposition neu im Minutentakt oder weiterhin im 5-Minuten-Takt abgerechnet wird, da sonst schnell eine falsche Zeit verrechnet wird.


Nicht eingereichte Besitzstände


Ein weiterer kritischer Punkt sind nicht oder verspätet eingereichte Besitzstände im Jahr 2025. Ohne gültigen Besitzstand sind bestimmte Leistungen nicht mehr abrechnungsfähig, was zu Rückweisungen und Einnahmeverlusten führen kann. In solchen Fällen sollte sorgfältig abgeklärt werden, ob andere neue und für die Arztpraxis passende Leistungen abrechenbar sind.


Falsche Anwendung von ambulanten Pauschalen


Ein häufiger Fehler ist die Verrechnung von Pauschalen, obwohl die Voraussetzungen nicht vollständig erfüllt sind. Umgekehrt können Erträge verloren gehen, wenn zulässige Pauschalen gar nicht genutzt werden. Besonders wichtig ist deshalb die korrekte Zuordnung von Pauschalen-Triggern und ICD-10-Diagnosen.


Medikamente und Materialien in Pauschalen falsch verrechnet


Oft ist unklar, welche Medikamente und Materialien bereits in einer Pauschale enthalten sind und welche separat verrechnet werden dürfen. Gerade hier ist eine sorgfältige Prüfung entscheidend, damit es nicht zu unnötigen Rückweisungen oder Ertragsverlusten kommt.


Fehlende oder falsche KVG-/UVG-Angaben


Wie bereits bei TARMED zählen unvollständige oder falsch erfasste Angaben zur Versicherungsart zu den häufigsten Rückweisungsgründen. Werden KVG, UVG, IVG oder MVG nicht korrekt zugeordnet, führt dies regelmässig zu formalen Rückweisungen. Seit dem 1. Januar 2026 kommt zudem im Bereich UVG, IVG und MVG dieselbe Version von TARDOC und den ambulanten Pauschalen zur Anwendung wie im KVG-Bereich.


Vergessene oder falsch zugeordnete Wechselzeiten


Auch neu anwendbare Wechselzeiten gehören zu den typischen Fehlerquellen. Werden sie nicht erfasst oder einer falschen Referenzleistung zugeordnet, kann dies zu Rückweisungen oder verpassten Einnahmen führen.


Anwendung von Tessiner Codes im TARDOC


Wie bereits bei TARMED bleibt die korrekte Verwendung von Tessiner Codes auch bei TARDOC-Leistungen zwingend erforderlich. Werden sie vergessen, muss die Rechnung korrigiert und erneut versendet werden. Wichtig ist zudem, bei ambulanten Pauschalen die erforderlichen ICD-10-Diagnosen korrekt zu erfassen.



Wie Arztpraxen diese Fehler vermeiden können


Viele Abrechnungsfehler fallen nicht sofort auf. Ihre finanziellen Auswirkungen zeigen sich oft erst mit der Zeit. Besonders bei hoher Patientenzahl können sich auch kleine Fehler rasch summieren. Allein nicht verrechnete Wechselzeiten können über mehrere Monate Einnahmeverluste im vierstelligen Bereich verursachen. Eine professionelle medizinische Abrechnung und eine strukturierte Kontrolle helfen, solche Verluste frühzeitig zu erkennen.

Entscheidend sind sauber definierte Prozesse, korrekt eingerichtete Software, eine strukturierte Kontrolle der Abrechnung und ein sicher geschultes Team. Wer Fehlerquellen früh erkennt und Abläufe regelmässig überprüft, reduziert Rückweisungen und schafft mehr Sicherheit im Praxisalltag. Wie Orchid Arztpraxen dabei konkret unterstützt, zeigen wir in unserem Beitrag zur praktischen Umsetzung von TARDOC und ambulanten Pauschalen.

Eine vollständige und nachvollziehbare Dokumentation ist eine zentrale Voraussetzung für eine korrekte und tarifkonforme Abrechnung. Je besser dokumentiert wird, desto mehr Leistungen können korrekt erfasst und verrechnet werden. Gerade bei ambulanten Pauschalen ist zudem wichtig zu verstehen, wie Pauschalen-Trigger, Diagnosen und tarifliche Zuordnungen zusammenspielen.

Unterstützung für Ihre Praxis


Wir analysieren Ihre TARDOC-Abrechnung gezielt, identifizieren kritische Fehlerquellen und zeigen auf, wo Rückweisungen und Einnahmeverluste entstehen. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Leistungen rund um Rechnungswesen und Beratung für Arztpraxen.

So schaffen Sie mehr Klarheit, mehr Sicherheit und eine stabilere Abrechnung in Ihrer Praxis.


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